heimat–made in schlins, eine begehbare filmskulptur

Dauer 6. – 28.Oktober 2018
VERNISSAGE + LANGE NACHT DER MUSEEN
Samstag, 6.Oktober, ab 18 h

heimat–made in schlins, eine begehbare filmskulptur

Zwei Monate lang hat das Künstlerpaar Bele Marx & Gilles Mussard (www.belegilles.com) gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen der Paedakoop Schlins an einem künstlerischen Projekt gearbeitet. Zusammen wurde ein Drehbuch für einen Film entwickelt, Kulissen entworfen und die Akteure eingeteilt. Die Arbeit dieser beiden Monate mündete in einen „festiven Drehtag“ auf der Burgruine Jagdberg. Ateliers wurden gebildet, für Performance, Kulisse, Zeichnen, Maske, Drehbuch, Akrobatik. Die MitarbeiterInnen der Paedakoop und die am Jagdberg ansässigen Flüchtlingsfamilien wurden aktiv miteingebunden.

Entstanden sind wunderbare Bilder und ganz spezielle Szenen für einen Film, der die Vorstellungen von Heimat aufs Korn nimmt, mit den Vorurteilen spielt und doch eine Antwort gibt auf das, was uns möglicherweise widerstandsfähig macht. Es geht aber nicht nur um Vorurteile, sondern auch um das Verbindende, den Bezug von Selbsterfahrung und Identität.

Zusätzlich bereichert wurde das Projekt durch befreundete KünstlerInnen, darunter Timna Brauer, Astrid Walenta und Bertram Gamohn, die sich mitunter in ungewöhnlichen Rollen zeigten. So kann man Timna Brauer, die den Soundtrack zum Film komponiert hat, erstmals beim Jodeln bestaunen. Timna Brauer wird im Rahmen der Langen Nacht der Museen persönlich in der Artenne präsent und live zu erleben sein.

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Foto: Bele Marx & Gilles Mussard

Das Projekt „heimat–made in schlins, ein festiver filmdrehtag“ ist das Ergebnis eines erweiterten Kunst-und-Bau-Auftrags des Landes Vorarlberg. In der Artenne werden die aus dem Projekt entstandenen Filme jetzt erstmals als begehbare Filmskulptur inszeniert. Die Grundidee dabei ist, dass sich das Publikum den Film in seiner Dramaturgie selbst zusammenstellt, oder sich einfach von den Verrückungen und Verrücktheiten von „Heimat“ anregen zu lassen.

Das österreichisch-französisch Duo Bele Marx & Gilles Mussard definiert sich selbst als Künstlerpaar, Erfinderteam und „metteurs en scene“ (Regisseure). Auf die Intuition hin folgt bei ihnen stets eine intensive Recherche und anschliessend der Dialog mit Wissenschaftlern und Architekten. Was dabei herauskommt, ist oft raumgreifend. Kunst am Bau, die das Immobile gleichzeitig in Frage stellt, neu definiert und beweglich erscheinen lässt. 2010 haben Bele Marx & Gilles Mussard den Verein „couscous & cookies“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um einen Verein für elastische Poesie zur Förderung interdisziplinärer und interkultureller Kommunikation, der dazu einlädt die beiden Kunstschaffenden auf ihrem weiten Experimentierfeld zu begegnen, sich von ihrer Kunst verblüffen zu lassen.

Programm
Musikalische Interventionen:
Timna Brauer (sie schrieb u.a.den Soundtrack zum Film) sowie
Thomas Heel und Patrick Haumer (Alphornperformance)

Mit Kindern:
Gemeinsames Zeichnen an der
Zeit-Zeichenmaschine mit den Künstlern

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Foto: Moser Martin Lebende Bluebox

Öffnungszeiten
MI + SO von 16–19 h
+ Veranstaltungen
+ nach Voranmeldung

Projektdossier
Fotos und Kurzinfos

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