Abend Weihnachtsmarkt

In dem besonderen Ambiente der Artenne in Nenzing, lädt BIO Austria Vorarlberg und BIO Vorarlberg zum Abend – Weihnachtsmarkt ein.

Die Besucherinnen und Besucher können bei diesem Markt Bio-Produkte verkosten, einkaufen oder sich von den vorweihnachtlichen Klängen, bei einem Glas Bio-Glühwein, inspirieren lassen.
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Literaturmatinee in der Artenne

Sonntag, 22. Oktober 2017 um 11 h
es liest: Christoph Linher und Dietmar Schlatter
Musik: Mose Duo

Christoph Linher liest aus seinem Buch „Ungemach“
Die moribunde Großtante, die schweigsame Pflegehelferin, das Dorf „wie ein vom Rest der Welt gelöstes Binnenland“: Hierher verschlägt es den Rechtsanwalt Maurig auf Einladung dieser Großtante, von deren Existenz er bisher nicht gewusst hat. Obwohl von der Welt- und Lebenserzählung seiner greisen Verwandten mehr und mehr vereinnahmt, beschließt Maurig, seinen Aufenthalt für unbestimmte Zeit zu verlängern. Im Dorf trägt sich Merkwürdiges zu: Wölfe werden gesichtet, ein plötzliches Vogelsterben setzt ein, ein verschrobener Nebenerwerbsbauer demontiert sein eigenes Haus. Derweil beginnt die Großtante zu genesen, entgegen allen Erwartungen.
In dem Maße, in dem sich ihr Zustand bessert, verschlechtert sich allerdings der ihres Großneffen. Was für diesen mit einem Krankenbesuch begonnen hat, wird zum Kampf gegen das Schwinden der eigenen Kräfte, zum Versuch einer Selbstbehauptung, in der die Fragen nach den Bedingungen unserer Existenz mit poetischer Schärfe verhandelt werden.
 128 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-99014-156-4

EUR 19,00 | CHF 26,60 (UVP)  Verlag Müry Salzmann

Christoph Linher

geboren 1983 in Bludenz / Vorarlberg, Germanistik-Studium in Innsbruck bis 2009. Seit 2013 selbständig als Texter, Korrektor, Musiker.
Literarische Veröffentlichungen in diversen Anthologien und Literaturzeitschriften, u. a. „Lyrik der Gegenwart“, „Lichtungen“, „Miromente“. Literaturpreis des Landes Vorarlberg 2015. Zuletzt erschien im Müry Salzmann Verlag die Erzählung „Farn“ (2016).

Dietmar Schlatter liest aus seinem Buch „Die Töchter“.
Rafaela Rudigier schreibt in der Kulturzeitschrift: „Sie kämpfen ums Überleben, hadern mit ihren Schicksalen, werden missbraucht und üben selbst manchmal Macht aus, sind mehr oder weniger gottesfürchtig, sozial angesehen oder geächtet und manche von ihnen haben besondere Gaben – so oder so ähnlich kann man sich das Leben der Frauen von früher in den Bergdörfern der Alpen vorstellen. Dietmar Schlatter hat das getan. Er schreibt in seinem Erstlingswerk „Die Töchter“ über die Frauenschicksale zweier Familien, die über drei Generationen hinweg miteinander verwoben sind.
Dietmar Schlatter, Die Töchter, Hardcover mit Schutzumschlag, 256 Seiten, € 18.50,-, ISBN 978-3-99018-399-1, Bucher Verlag
Dietmar Schlatter
ist 1965 geboren  in Bludenz und aufgewachsen in Schruns.  Er ist Deutschlehrer und hat neben der Schriftstellerei eine starke Verbindung zum Theater. Er leitet die Theatergruppe „treff.theater Schruns-Tschagguns“, sowie die Schüler-Theatergruppe der VMS Bludenz.
Musik: Mose Duo

Thomas Kuschny (Gitarre, Stimme, Allerlei) und Herbert Walser-Breuß (Gebläse und Allerlei) versuchen sich an Stücken der Band „Mose“. Im Moment wissen sie selbst noch nicht, wie das genau vonstatten gehen wird.

 

 

 

Eindrücke und Statements zum Projekt „Losgelassen, das Museum der nicht mehr gebrauchten Dinge“

LOSGELASSEN! Das Museum der nicht mehr gebrauchten Dinge

Für die Lange Nacht der Museen in der ARTENNE NENZING stellten  – Johanna Reiner, Johannes Hoffmann und Isabel Termini vom Eintagsmuseum – eine Ausstellung mit Objekten zusammen, die die Nenzinger nicht mehr brauchen, hassen und lieben.

 

 

Isabell Termini,  Kuratorin und Fotografin schreibt dazu:

„Das vorgegebene Jahresthema der Artenne war „Ansammlung“. Ausgehend von der Ansammlung der Familie Schlatter in Nenzing haben wir ein Projekt entwickelt, das einerseits die BewohnerInnen in Nenzing involviert und das andererseits auch Emotional Turn in der Kulturwissenschaften einbezogen hat . Aus diesem Grund haben wir die Menschen nicht nur um Objektspenden gebeten – eine Praxis, die in der Museumsszene schon viel praktiziert wird – sondern sie auch um ein Statement zu den Gefühlen gebeten, die sie mit dem Objekt verbinden.“

Zunächst haben wir die Familie Schlatter um Baumaterial für das Haus im Haus, die verdichtete Skulptur gebeten. Aus einer verkohlten Türe einer Selchkammer, Fenstern, Balken und Möbeln haben wir ein Haus im Haus gebaut. Es beherbergt unser Spiel. Ein Spiel, das BesucherInnen nach Hause nehmen, um über den Gefühlswert ihres Hausrates nachzudenken. Insofern steht das Haus auch für den Gefühlshaushalt.

Das Spiel:

Loslassen: 6 Gefühle und Gefühlszustände stehen zur Verfügung, 3 positive, 3 negative. Die Besucherinnen können sich 2 negative Gefühlssäckchen und 1 positives mitnehmen. Zu Haus ordnen sie den Säckchen Gegenstände zu und entscheiden dann, ob sie es behalten oder weggeben.

Auf diese Weise entsteht eine 2:1 Auswahl. Ausgehend davon, dass die den negativen Gefühlen zugeordneten Gegenstände auch losgelassen, sprich weggeben werden.

Auswahl der Gefühle bzw. Gefühlszustände: Wut, Trauer, Angst, Freude, Liebe, Erleichterung.

Wir haben die Auswahl stark reduziert. Ausgangspunkt ist eine Methode aus der Kunsttherapie, bei der man positive und negative Gefühle in einem Diagramm darstellt.

Die Sammlung des Museums der nicht mehr gebrauchten Dinge

Wir sind an 4 Tagen im Ort durch die Straßen gegangen und haben die Menschen direkt angesprochen. Wir haben uns als Künstlerinnen des Eintagsmuseums vorgestellt und gesagt, dass wir eine Ausstellung in der Artenne vorbereiten. Dafür bitten wir sie um Dinge, die sie explizit nicht mehr brauchen können, die sie losbekommen wollen.

Die Reaktionen der Menschen in Nenzing waren sehr unterschiedlich. Manche waren sehr ablehnend. Einige haben uns spontan Gegenstände gegeben und  gleich sehr viel über ihr Motivation und ihre Gefühle erzählt. Manche haben sich Bedenkzeit erbeten und wir haben in den darauffolgenden Tagen die Objekte abgeholt. Einige Objekte sind auch in die Artenne gebracht worden, zwei davon am Ausstellungsabend.“

Objekte (Auswahl)

Video Sammlung
Fotoapparate Sammlung
Kerzenleuchter
unvollendetes Portrait des Dalai Lama
Lebensgroßer Ringer auf Spanplatte
Päckchen Blutorangentee
Schnapsgläser mit Schnaps
Wanduhr
Heftmaschine in Form eine Huhns
Souvenirs aus Ägypten
Häckeldeckchen
Duftlampe

 

 

 

 

 

 

LOSGELASSEN! Das Museum der nicht mehr gebrauchten Dinge

Wir sammeln das, was Sie uns geben.

Was möchten die BewohnerInnen Nenzings – eines Ortes in Vorarlberg – beim Eintagsmuseum abgeben? Welchen Gefühlswert schreiben sie diesen ‘losgelassenen’ Objekten zu? Und wie fühlen sich die NenzigerInnen, nachdem sie sich von einem Ding getrennt haben?
Für die Lange Nacht der Museen in der Artenne Nenzing stellen wir – Johanna Reiner, Johannes Hoffmann und Isabel Elinborg Termini vom Eintagsmuseum – eine Ausstellung mit Objekten zusammen, die die Nenzinger nicht mehr brauchen, hassen und lieben, also loswerden wollen. Die Ausstellungsskulptur selbst besteht aus Material, das zum Fundus der Artenne Nenzing gehört.

7. Oktober 2017 Lange Nacht der Museen ORF

Lange Nacht der Museen – ORF

LANGE NACHT DER MUSEEN
Samstag, 7. Oktober 2017 | 18:00 bis 01:00 Uhr

Am Samstag, den 7. Oktober 2017 findet zum 18. Mal die LANGE NACHT DER MUSEEN statt. Die Artenne öffnet die Türe für kulturinteressierte NachtschwärmerInnen von 18.00 bis 01.00 Uhr früh. Dieses Jahr nehmen insgesamt 75 Kultureinrichtungen in Vorarlberg, Liechtenstein, Schweiz und Lindau teil. Seit die LANGE NACHT DER MUSEEN im Jahr 2000 zum ersten Mal veranstaltet wurde, konnte sie seither fast sechs Millionen Besuche verzeichnen.

Programm in der Artenne Nenzing

Das Eintagsmuseum ist zu Besuch bei der Artenne in Nenzing22089881_1602701876434755_1620079064904802432_n

Präsentiert werden neben der Ausstellung Erzählungen zu Objekten, die in einem Schreibworkshop mit Daniela Egger erarbeitet worden sind.

ab 18.00 Uhr

Kinderprogramm

Eine Kinder-Rallye mit einem Suchspiel führt durch das Stallgebäude. Dabei erfahren die Kinder mehr über die einzelnen Objekte.

Tickets
Die Tickets kosten regulär € 15,– und ermäßigt € 12,– (für Schülerinnen/Schüler, Studentinnen/Studenten, Seniorinnen/Senioren, Menschen mit Behinderungen, Präsenzdiener und Ö1-Club-Mitglieder). Regionale Tickets kosten € 6,– und berechtigen zum Besuch der regionalen Museen. Freier Eintritt für Kinder bis 12 Jahre.

Bus_orf

Sonderbuslinien & Freifahrt mit dem VVV
In Intervallen von 30 und 60 Minuten wird von 18.00 bis 01.00 Uhr die Mehrheit der teilnehmenden Kultureinrichtungen mit Sonderbuslinien angefahren. Den genauen Verlauf der Busrouten entnehmen Sie bitte den Routenplänen im Booklet oder der Website langenacht.ORF.at (Download Booklet). Zusätzlich zu den Sonderbuslinien gelten alle „ORF-Lange Nacht der Museen“-Tickets auch als Fahrschein
ür die regulären öffentlichen Verkehrsmittel im Streckennetz des Vorarlberger Verkehrsverbundes. Sollten Sie vor Veranstaltungsbeginn noch kein Ticket haben, können Sie sich Ihren Freifahrtschein auch auf vmobil.at unter VVV Bus & Bahn im Menüpunkt Veranstaltungstickets auf Ihr Handy downloaden oder ausdrucken.

Dinge als Inspirationsquelle für Schreiben, Komponieren und Sehen

Vier Kreativ-Workshops in der Artenne Nenzing zum Thema „Dinge sprechen“
Im Rahmen ihres Herbstprogramms lädt die Artenne zu vier Workshops mit bekannten Kulturschaffenden, für die alltägliche und private Dinge den Ausgangspunkt für eine Beschreibung, Erzählung, Zeichnung oder das Erzeugen von Klängen darstellen. Als Workshop-LeiterInnen konnten die Schriftstellerin Daniela Egger, der Künstler und Philosoph Hubert Matt, der Komponist Gerold Amann sowie Johanna Reiner vom „Eintagsmuseum“ gewonnen werden.

Workshop I: Schreib-Workshop mit Daniela Egger: Jedes Ding hat eine Geschichte. Geschichten bestehen darauf, erzählt zu werden – nur so nähern sie sich ihrem eigentlichen Wesen, nämlich Erzählung zu werden. Unter der Anleitung von Daniela Egger nähern sich die Teilnehmenden mit einfachen Schreibübungen dem Schreiben und der Erzählung, erobern das weiße Blatt und kommen zur eigenen Sprache. Sa, 16.9.: 10-17 So, 17.9.: 9-16

Workshop II: Dinge sprechen – Gestaltung/Kunst mit Hubert Matt: Ein Ding finden. Auf dem Dachboden – oder sonst wo. Sich mit diesem Ding beschäftigen. Recherche. Objektbiografie oder Objektanalyse. Mit den Dingen arbeiten, sie kopieren, abzeichnen, in Betrieb setzen, sie mit anderen Dingen kombinieren, sie in Diagramme einbauen oder sie inszenieren. Es geht um einen forschenden Zugang zu den Objekten mittels gestalterischer und künstlerischer Praktiken. Der Workshop richtet sich sowohl an Menschen aus dem Design, also auch an solche aus der Kunst oder der Museumsarbeit bzw. Szenografie. Fr, 22.9.: 9-16 Sa, 23.9.: 10-19

Workshop III: Dinge klingen – Klänge mit Gerold Amann In diesem Workshop geht es darum, aus vorgefundenem Material (Holz, Eisen, Blech etc.), oder Dingen und Gegenständen Töne zu hören und unter der Begleitung des für ausgefallene Kompositionen bekannten Gerold Amann damit zu experimentieren, sodass eine kurze Klangfolge bzw. auch Komposition entsteht, die dem Wesen des Gebäudes der Artenne gerecht wird und dieses als Klangkörper in den Mittelpunkt stellt. Sa, 30.9.: 14-17 So, 1.10.: 10-13

Workshop IV: „Dinge auf Zeit“ – Projekt + Ausstellung mit Johanna Reiner u. Team „Eintagsmuseum“ Johanna Reiner und ihr Team von „Eintagsmuseum“ treten mit Bewohnern aus dem Dorf in Kontakt und konzipieren mit diesen eine Ausstellung mit privaten Dingen auf Zeit. Mit Souvenirs, Fotografien, Dokumenten, Geschichten, aber auch Geräuschen und Gerüchen entsteht gleichsam ein sukzessive wachsenes Museum, das zeitlich beschränkt ist.   Mo, 1.10., bis Sa, 7.10.

Die Ergebnisse aller vier Workshops sind im Rahmen der Langen Nacht der Museen am 7. Oktober zu sehen und zu hören.

Weitere Infos und Anmeldung zu den Workshops:

http://www.artenne.at

Tel. 0664 735 745 14 info@artenne.at