Walgau 2024

So 15. Oktober, Matinee, 10 Uhr

WALGAU 2024

Eine Fortsetzung findet das regionale Kultur-Gespräch vom Herbst 2016. Diesmal soll der Umgang mit regionalem Kulturgut im Mittelpunkt stehen.

Das Kultur-Gespräch „Walgau 2024“ wird in Kooperation mit dem Verein „Kulturgutsammlung Walgau“ und dem ORF/Vorarlberg die kulturellen Rahmenbedingungen im Umgang mit Kulturgut in der Region Walgau aufzuzeigen und diese zur Diskussion stellen. Wie gehen wir mit diesem Kulturgut um? Wer definiert, was zum Kulturgut gezählt werden soll oder muss? Wer kümmert sich um die Erhaltung und Dokumentation dieser Güter bzw. wer soll dafür in die Verantwortung genommen werden?

Im Mittelpunkt soll dazu das ausgearbeitete Sammlungskonzept des Vereins „Kulturgutsammlung Walgau“ stehen.

mehr dazu auch aus 2016

Hunger macht Profite in Nenzing

Die neuen Großgrundbesitzer

Das Geschäft mit Europas Boden

v on Jutta Pinzler und Cordula Echterhoff

Deutschland 2015, 53 Min, deutsch

Im März und April 2017 finden zum achten Mal die Filmtage zum Recht auf Nahrung – Hunger.Macht.Profite.8 – in ganz Österreich statt.

Die Projektträger*innen FIAN Österreich, normale.at, ÖBV-Via Campesina Austria und Attac ÖsterreichAgrarAttac zeigen kritische Dokumentarfilme über unser Agrar- und Lebensmittelsystem.

Ackerland wird weltweit rar – auch in Europa. Aktiengesellschaften, börsennotierte Fonds und branchenfremde Unternehmen investieren zunehmend in Land. Die Kleinbäuerinnen und -bauern können gegen diese Marktmacht kaum mehr bestehen. Die Folge: Das Land befindet sich zunehmend in der Hand einiger weniger.

Der Dokumentarfilm zeigt die aktuellen Entwicklungen in der europäischen Landwirtschaft: Ackerland ist das neue Gold der Kapitalmärkte, und zwar in ganz Europa. Der Film gibt sowohl Einblick in den „Run“ der Investoren auf Ackerland in Rumänien und in Ostdeutschland wie auch in alternative, kleinstrukturierte und kooperative Landwirtschaftsmodelle in Frankreich und in Spanien.

Anschließend ein Filmgespräch mit:

Matthias Henning (CSA-Landwirt)

Willi Schneller (Bio-Bauer, ÖBV-Via Campesina Austria)

Martin Strele (Verein „Bodenfreiheit“) 

ARTENNE NENZING

Kirchgasse 6, Im Walgau

6710 Nenzing

Kartenreservierung:

telefonisch nachmittags unter 05525 64417

via email info@artenne.at

Preise:

€ 7,00 Normalpreis

€ 5,00 Ermäßigung für Jugendliche, Studierende, Senior*innen, AK-Mitglieder

Reservierte Karten sind bis 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn abzuholen!

Weitere Informationen unter: http://www.hungermachtprofite.at/p/programm-vorarlberg.html

Titelbild: Die neuen Großgrundbesitzer © NDR, Jutta Pinzler / sagamdia GmbH

Walgau 2024

 Ein Kulturgespräch in Kooperation mit dem ORF Vorarlberg

Wir diskutierten am 16. November über den Status Quo der kulturellen Entwicklung im Walgau, über kulturelle Potentiale ländlicher Regionen des Landes im allgemeinen und darüber, wie sich diese Regionen zum Ansinnen „Europäische Kulturhauptstadt“ positionieren. Das Interesse an diesem Kulturgespräch war erfreulich groß. Kulturveranstalter und Kulturschaffende aus dem ganzen Land nahmen daran teil.

Am Beginn hielt MS Marlies Stark ein Impulsreferat zu den Ergebnissen ihrer Masterarbeit “Auf welche Weise können die Kulturbetriebe des Walgau Kreativ-Motor für die Region sein?”

Anschließend hatten alle Besucher die Möglichkeit in kleinen Runden über vorgegebene Fragestellungen ins Gespräch zu kommen und ihre Ideen und Vorstellungen schriftlich festzuhlaten. Die Podiumsteilnehmer waren in unterschiedlichen Gruppen aufgeteilt und nahmen im Anschluss unter der Moderation von Ingrid Bertel (ORF Vorarlberg) zu diesen Fragen Stellung. Den Beitrag von Ingrid Bertel in der Sendung Kultur nach 6 können Sie hier nachhören.

 

Zusammenfassung der Beiträge seitens der Besucher:

1 Was ist / vermag regionale Kultur?

Destillat:

  • Verbindungen über politische Grenzen hinaus zu schaffen
  • Junge ins Boot zu holen
  • identitätsstiftend – sozialer Zusammenhalt
  • Gebärmutter für eine reife Gesellschaft
  • gibt Raum für Experimente

Beständigkeit, Tradition, Behäbigkeit

..unsere Wurzeln

…macht betroffen

„Kirchturmdenken“

Landschaft

Baukultur

Dorfstrukturen

Sprache

Mundart, Bräuche, Kulturerbe

Super – kein Tourismus! (kein Massentourismus)

 

2 Was lässt Leuchttürme leuchten?

Destillat:

  • Alpinale, Artenne, Walserherbst, Blumenegg, Falkenhorst, Burgspiele Jagdberg, Aller Art, Museumswelt, Bugo Göfis,
  • Walgau hat nur kleine Leuchttürme
  • Große Leuchttürme sind das KUB, Frauenmuseum, Jüdisches Museum, vorarlberg museum
  • Internationale Strahlkraft
  • Begeisterte InitiatorInnen und persönliches Engagement
  • Qualität (Inhalte/Umsetzung)
  • Alleinstellungsmerkmale
  • Engagement, Hartnäckigkeit
  • Braucht der Walgau wenige große Leuchttürme, oder ist die Fülle kleiner Leuchttürme genauso effektiv?
  • Hauptmerkmal: alle Leuchttürme im Walgau sind von begeisterten Initiatorinnen und Betreiberinnen getragen

Alpinale: niederschwelliger Zugang – Eintrittspreise, kein Schickimicki, es gibt immer Karten, innovativ, attraktiv: Freiluft ansprechendes Medium, Wettbewerb/Festival, Interaktion mit Publikation, ausgezeichnetes Marketing, Kontinuität, Spezialisierung – Kurzfilme Generationenwechsel in allen Bereichen (MitarbeiterInnen, Publikum)

Bugo Göfis: spricht Alt und Jung an, Vorbildwirkung

 

3 Kultur fördern (!) (?)

Destillat:

  • Kultur für alle
  • Materiell und immateriell
  • Stiftet Identität

Kultur fördert Kultur

Bedingungen zu schaffen: Rahmenbedingungen: Raum, Zeit, Kuchen

Schlechte Erfahrungen mit Kultur („Kulturschaffende sind lästig“)

Elementa

Kommunikation nach Innen und nach Außen

Zusammenhalt der Gesellschaft (Klebstoff)

Imagebildungen

Niederschwelliger Zugang

Nahversorger / Humus der Gesellschaft)

Selbstausbeutung vermeiden

Freiwilligenarbeit – Projektbezogen

 

4 Was wünsche ich mir für das Kulturleben im Walgau?

Destillat:

  • „Kulturamt“ für den Walgau (Vernetzung der Institutionen, zentrale Ansprechsperson, Kümmerer)
  • Experimentierplattform für Kultur in kleinem Rahmen
  • Förderung von regionalen Künstlern und Kulturschaffenden

Kooperationen mit anderen Regionen, Kulturveranstaltungen für verschiedene Generationen (übergreifend), auch Büchereien gehören zur Kulturlandschaft

Bestehende Traditionen auffinden und neu deuten

Gemeinsame Jahresthemen, die von verschiedenen Institutionen umgesetzt werden

Mehr Sichtbarkeit in anderen Regionen, mehr Mut, mehr Selbstbewusstsein

Walgauer soll erstes Zahlungsmittel werden

Kulturzentrum Gaisbühel

Kulturausschuss in der Regio

Sichtbarmachung – Bewusstmachung, dass man sich im Walgau befindet

wünschenswert, dass Menschen in politischer Funktion sind, die Kultur wirklich leben, und nicht „muss“

5 Vision Walgau 2024 – was wollen wir?

Destillat:

  • Vernetzung
  • Plattform
  • Literaturweg – Pattform- internationale Literaten
  • Selbstfindung

ein historischer Wanderweg als Literaturplattform für regionalen/ internationale AutorInnen und Schulen

Walgau 2024 – Kulturhauptstadt, Tradition (Kultur) trifft Moderne

Grenzen im Kopf abbauen, Austausch fördern, überregional, Kombination von Modernität mit Regionalität, Oberland: durch die Kleinstruktur mögliche Schwächung, hoffen auf die nächste Generation

Frühzeitige Vermittlung an Jugendliche

6 Mein Beitrag?

– Neue Räume (z.B. Allerhand Magazin), Orte (Glashus), Erfahrungen (z.B. Unikat B), Kontakte (Literatur, Mundartliteratur)

  • Walgau über den Tellerrand – Bludenz, Walsertal, Brandnertal
  • Vernetzung regional / international: jedoch: kleine Strukturen bewahren als Experimentier-Räume

Keine regionalen Grenzen ziehen, Vernetzung Bludenz Kultur, Propstei St. Gerold (Volksmusik international),

Definition Walgau? Bludenz + Täler, Walgau als „Geschützter Raum“

internationale Kontakte, internationale Vernetzung – Mundartliteratur-Werkstatt

Bereitschaft zur Vernetzung, Magazin Allerhand als Kommunikationsplattform, Erfahrung aus 10 Jahre Unikat B, „Neidkultur“ unterbrechen

Glashus: Beihilfe zur ortsübergreifenden Zusammenarbeit der Walgauer Kulturinitiativen

Plattform für Experimente von regionalen Initiativen sein /Bereitstellen. Raum/Plattform für regionale Produkte/Handwerker/Märkte/Künstler/Ausstellungen

Eigeninitiative im Bienenmuseum: Anbau selbst finanziert für Führungen

Ehrenamt – Verein oder ohne

Bücherei Bludesch – Netzwerk Bibliotheken

Literatur: vernetzende Strukturen

internationale Vernetzung – Mundartlieteratur-Werkstatt

Vision „literarischer Wanderweg“

 

Nächste Schritte:

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Eintragungen:

  • Finanzierung einer Kulturplattform Walgau
  • Definition des Kulturraumes Walgau
  • Gemeinsame Statements der Bürgermeister
  • Weitere Treffen dieser Art
  • Magazin Allerhand als gemeinsame Kommunikationsplattform nutzen
  • Vernetzungsstruktur der Kulturbetriebe schaffen
  • Terminkoordination zu Schwerpunktthemen
  • Kultursteg: Treffen mit Daniela Thomaselli im Jänner 2017
  • Kulturstammtisch regelmäßig abhalten (alle 2 Monate)
  • Social Media für gemeinsamen Auftritt nutzen
  • Macht weiter so ….